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Retreat

Liebe Leser*innen,

heute komme ich dazu, euch einmal mehr auf den aktuellen Stand meiner Reise mit meinem Freund Morbus zu bringen.

Nachdem in den letzten Monaten die Renovierung meines Fachwerkhauses sehr viel meiner Aufmerksamkeit und Kraft in Anspruch genommen hat, konnte ich einige Tage Urlaub in Deutschland genießen. Das Meer hat immer eine sehr beruhigende Wirkung auf mich und so hat es mich an die deutsche Ostseeküste verschlagen.

Vielleicht kennt ihr das auch: Wenn es wichtig ist oder/und man äußeren Stressoren nicht entkommen kann, hält man irgendwie durch, „beißt die Zähne zusammen“ und strengt sich an. Fällt dann aber die Anspannung ab und sinkt der Spiegel an Stresshormonen wieder … bemerken Körper und Seele oft, wieviel Kraft es gekostet hat und schwupp – schon spürt man Erschöpfung ganz intensiv.

Es sind unsere Gedanken, die uns Situationen bewerten lassen und damit auch lenken, welche Körperreaktion folgt. Man könnte nun mit einen „au weija“, Resignation und/oder Befürchtungen darauf reagieren, diese Erschöpfung zu bemerken oder mit einer optimistischen/akzeptierenden Haltung – einfach dem Rechnung tragen, was zu diesem Zeitpunkt dran ist – und das funktioniert in den unterschiedlichsten Situationen auf unterschiedliche Weise.

Tatsächlich konnte ich einen Gang zurückgeschalten und mich auf Entspannung und Regeneration einlassen. Ja, ich habe mich zu diesem Zeitpunkt kraftlos gefühlt. Das waren schließlich aufreibende Wochen des Jonglierens zwischen verschiedenen Handwerksbetrieben, die zwar terminlich ineinandergreifen sollten, jedoch immer auch mit ihren individuellen Geschäftsgebaren nicht immer optimal wirkten. Ganz abgesehen davon, dass ich selbst auf dem Baugerüst in ca 6 m. Höhe gewerkelt habe und „konfrontativ“ mit meiner Angst umgegangen bin. Wow… ich kann euch sagen… (lach)…!!!

Ich möchte damit ausdrücken, dass ich mit dieser Erschöpfung nun hätte hadern, Schmerzschübe erwarten oder resignieren können. Doch im Sinne von Akzeptanz habe ich das angenommen und bin dem nachgekommen, was ich zu diesem Zeitpunkt brauchte: Ruhe, keine Aufgaben und viel Raum für Selbstfürsorge. Gepaart mit dem guten Glauben daran, dass ich auch schon aus anderen Anstrengungen heraus in der Lage war, wieder zu Kräften zu kommen, brauchte es nur wenige Tage. Die zusätzlich beruhigende Wirkung des Meeres hat das natürlich noch unterstützt.

Also, ganz im Sinne von Steve de Shazer: Mach‘ mehr von dem was gut wirkt.

Nun wieder zurück in meiner alten Kraft verwende ich viel Zeit darauf, an dem Erfahrungsratgeber zu schreiben, den ich euch bereits angekündigt habe. Darin werde ich auch mehr zum Umgang mit Gedanken in solchen Situationen teilen und euch unter anderem das ABC-Modell der Emotionen vorstellen. …es wird 🙂 …. Bald wieder mehr.

Ganz liebe Grüße von Muna

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