Allgemein

„Zu viel nachdenken ist wie schaukeln…

…man ist zwar beschäftigt, kommt aber kein Stück weiter …“ (unbekannter Verfasser)

Liebe Leser*Innen,

als mir neulich dieser Spruch begegnete, hat mich das auf den Umstand aufmerksam gemacht, dass ich meinen von Amts wegen auferlegten retreat sehr mit Nachdenken gefüllt hatte … unbemerkt wurde dem mehr Gewicht zuteil, als dem „Hier und Jetzt“ …

Dazu fällt mir aus dem Chinesischen ein weiteres, passendes Sprichwort ein: Du darfst den Raben ruhig erlauben, über deinem Kopf zu kreisen – aber nicht, Nester darin zu bauen.

In diesem Sinne ist es wichtig, Wege zu kennen, die Distanz zu bestehenden Problemen schaffen, um wieder klar denken, hinschauen und Lösungen sehen zu können.

Ist euch schon aufgefallen, dass in diesem Blog häufig abstrakte Bilder zu finden sind? Einer meiner Wege, diese unliebsamen Gedankenspiralen hinter mir zu lassen und durch Achtsamkeit im Hier und Jetzt sein zu können, ist das Malen.

Ja, ich kann mir vorstellen, welche Einwände nun wieder von den Personen kommen, die sich dieser Entspannungsmethode nicht öffnen können. Doch ich gebe euch mal folgende Überlegung auf: Mal angenommen, das (wiederkehrende) Nachdenken wäre auf der linken, analytischen und ordnungsliebenden Gehirnhälfte verortet. Dann wäre doch wohl genau das Gegenteil – die zur Abstrahierung und zum künstlerischen Ausdruck fähige rechte Gehirnhälfte – hilfreich, einen Ausgleich zu schaffen …oder? Was sagst du nun zu meiner Behauptung, dass genau diese Seite des Gehirns neue, innovative Wege zur Bewältigung etwaiger Probleme zeigen könnte.

EIN Zugang kann das Malen sein. Zum einen braucht man die Konzentration auf das, was man in diesem Moment tut und somit haben die ständigen Gedanken auch mal Pause. Zum anderen aktiviert man die rechte Gehirnhälfte und eröffnet eine Zugangsmöglichkeit zu neuen Lösungsansätzen. Sozusagen kann die künstlerische Gestaltung durch die Abstrahierung von der Problemfokussierung neue Lösungen eröffnen, die bislang im Unbewussten verborgen schienen.

Somit ist das Malen trotz (oder genau wegen) des Ausstiegs aus den Gedankenkreiseln in vielerlei Hinsicht zielführend: Es trägt zur Reduzierung des Stresslevels bei und kann somit neue Lösungsansätze eröffnen. Außerdem lernt man, seine Gedanken zu lenken – zu fokussieren. Um den Bogen wieder zu dem obigen chinesischen Sprichwort zu spannen: Man kann die Raben bewusst weiterschicken.

An dieser Stelle möchte ich Marianne Zingler danken. Eine benachbarte Künstlerin, die mich protegiert und ermutigt hat, diese Leidenschaft weiterzuentwickeln, neue Materialien auszuprobieren und zu experimentieren.

Lebe im Hier und Jetzt …

Eure Muna

…ein Neues entsteht …

PS. Es gibt Umstände, unter denen die wiederkehrenden Gedankenkreisel einen Nutzen haben und einen Zweck erfüllen, sich nicht so einfach „fortschicken“ lassen. Auf diese gehe ich in diesem Beitrag gezielt nicht ein, lade aber ein, diesbezügliche Nachfragen über die Kontaktmöglichkeit dieser Seite an mich zu richten.

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