Lange Zeit konnte ich meine Erkrankung in Schach halten und ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern, wann der letzte Schub war. Dann hat’s mich letzte Woche mal wieder so richtig erwischt: So starke Schmerzen im unteren Rücken, dass ich mich kaum bewegen konnte… an Schlaf erst gar nicht zu denken.
Vielleicht erlebst du als Betroffener (immer m/w/d) Schmerzen ja auch in unterschiedlicher Stärke. „Auf einer Skala von 1 – 10, wie stark sind Ihre Schmerzen?“ fragen die Ärzte ja bei der Befunderhebung. Diesen Schub erlebe ich mit einer glatten 12 … mindestens 😦
Also die Bedarfsmedikation herausgekramt und der Entzündung die Schulmedizin entgegengesetzt. Nun kehrt zum Glück langsam wieder Besserung und Normalität ein und ich habe mich gefragt, warum sich denn ausgerechnet jetzt mein Freund Morbus wieder meldet. Eigentlich läufts gerade ganz gut und außerordentlicher Stress ist auch nicht da … das war ja in der Vergangenheit meist ein Auslöser bei mir.
Ein Schmerztagebuch kann gut Aufschluss darüber geben, ob es noch Punkte gibt, die man steuern und womöglich Entzündungen vermeiden kann. Meines hat aber bisher einen sehr interessanten Punkt ausgeklammert: Die Witterungslage. Ja, klar…. dass manche Menschen wetterfühlig sind, das haben wir ja schon oft gehört. Doch bisher schrieben die Wissenschaftler zunehmende Schmerzen weniger dem schlechten Wetter selbst zu, sondern vielmehr dem Umstand, dass man sich dann weniger bewegen würde. Inzwischen gibt es aber neuere und belastbare Daten einer groß angelegten Untersuchung in Großbritannien – und vom schlechten Wetter hat man da ja wohl genug. Diese Ergebnisse zeigen eine Häufung des Schmerzempfindens der Betroffenen, wenn man bestimmtes Wetter beobachtet.
Schau dir gern einmal diesen interessanten kurzen Beitrag der ARD „Wissen vor acht“ an. Wie durch Zufall kam ich auf diesem Beitrag und dann wurde mir so einiges klar: In den letzten Tagen war hier bei uns tatsächlich so richtig blödes Herbstwetter mit Sturmböen, Regen, Kälte und noch einmal Regen und Regen … Ist ja schön und gut, dass man versteht, was so alles die Schmerzen beeinflusst. Aber was tun mit dieser Information? Das Wetter abbestellen … ? Oder aber doch auswandern…??? Wenn mir eine gute Antwort eingefallen ist, teile ich die gern mit euch. Und bis dahin hilft mir ein Perspektivenwechsel á la Niebuhr:
„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Reinhold Niebuhr
In diesem Sinne: Bleib munter! Es grüßt dich ganz herzlich, Muna
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